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James Baldwin. The Fire Next Time, Art Edition No. 101–150, Steve Schapiro ‘Selma March’

Edition von 50 Exemplaren
Silbergelatineprint, 20,3 x 30,5 cm auf 27,9 x 35,6 cm Papier; Hardcover im Schuber, im Letterpress-Verfahren auf zwei verschiedenen Papiersorten gedruckt, mit eingeklebten Seiten, 24 x 34 cm, 272 Seiten
US$ 3.000
Diese Ausgabe ist ausverkauft. Gelegentlich werden jedoch wieder Exemplare verfügbar. Bitte tragen Sie sich in unsere Warteliste ein, damit wir Sie informieren können, wenn diese oder eine ähnliche Ausgabe wieder verfügbar ist.
James Baldwins bei seiner Veröffentlichung 1963 heftig diskutierter Essay The Fire Next Time lenkte die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die Rassenproblematik in den USA. Illustriert mit Fotografien von Steve Schapiro, haben wir diesen Klassiker der afroamerikanischen Literatur im Hochdruckverfahren neu aufgelegt. Art Edition mit dem signierten Silbergelatineprint March for Freedom, Selma to Montgomery, 1965.

Art Edition von 50 nummerierten Exemplaren (Nr. 101–150) mit dem von Steve Schapiro signierten Silbergelatineprint March for Freedom, Selma to Montgomery, 1965

Das Prinzip Hoffnung

Art Edition von The Fire Next Time mit einem Foto des Marsches von Selma nach Montgomery
In seinem 1963 erschienenen Essay The Fire Next Time thematisierte der afroamerikanische Schriftsteller und Bürgerrechtsaktivist James Baldwin (1924–1987) den „Albtraum der Rassenfrage“ in den USA und die Wut in den Gettos der US-Großstädte auf so bestechende, kunstvolle und eindringliche Weise, dass er damit weltweit Gehör fand. In Form eines fragmentarischen, episodenhaften Selbstzeugnisses zeigte sein einflussreicher Text die ganze Komplexität dieser Problematik auf und verhandelt zentrale Fragen wie die nach der Konstruktion von privater und sozialer Identität angesichts der Rollenvorgaben durch die weiße Mehrheitsgesellschaft und der eigenen Peergroup.
Auch 30 Jahre nach Baldwins Tod bedeutet Schwarzsein in den USA immer noch, ein von Rassismus und Gewalt bedrohtes Leben zu führen, und The Fire Next Time ist von bedrückender Aktualität. Seinen warnenden und zum geflügelten Wort gewordenen Titel fand Baldwin in einem Spiritual: „God gave Noah the rainbow sign, no more water, fire next time!“

James Baldwins legendären Text haben wir nun im Hochdruckverfahren nachgedruckt, bebildert mit über 100 Fotografien von Steve Schapiro, der mit Baldwin für die Zeitschrift Life durch die Südstaaten der USA reiste. Schapiros Bilder zeigen die führenden Köpfe der Bürgerrechtsbewegung – darunter Martin Luther King Jr., Rosa Parks, Fred Shuttlesworth und Jerome Smith – und zentrale Ereignisse wie den Marsch auf Washington und den Selma-Marsch.

Die Selma-nach-Montgomery-Märsche für ein uneingeschränktes Wahlrecht für Afroamerikaner nehmen in der Geschichte und der Erinnerungskultur der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung eine zentrale Rolle ein. Nachdem der erste Versuch blutig niedergeknüppelt worden und der zweite abgebrochen worden war, gelang es am 21. März 1965 etwa 300 Demonstranten, angeführt von Martin Luther King, unter dem Schutz von Bundestruppen und Nationalgarde die Hauptstadt Alabamas zu erreichen. „Alle hatten Angst“, berichtet Schapiro, der diesen Marsch mit der Kamera dokumentierte. „Keiner wusste, was auf dieser Landstraße hätte passieren können. Obwohl die Nationalgarde anwesend war und Hubschrauber darüber kreisten.“ Nur wenige Monate später wurde das Wahlrechtsgesetz verabschiedet, und 1966 hatten sich bereits 241.000 dunkelhäutige Menschen in die Wählerverzeichnisse eintragen lassen.

In Erinnerung an das Jahr der Erstveröffentlichung ist The Fire Next Time auf 1.963 Exemplare limitiert. Die Exemplare Nr. 101–150 werden mit dem von Steve Schapiro signierten Silbergelatineprint March for Freedom, Selma to Montgomery, 1965, geliefert.

Ebenfalls erhältlich als:
Art Edition (Nr. 1–50) mit einem alternativen Print, Dr. Martin Luther King Jr., Selma, Alabama, 1965
Art Edition (Nr. 51–100) mit einem alternativen Print, God Is Love, James Baldwin, 1963
Collector’s Edition (Nr. 151–1.963), signiert von Steve Schapiro
Der Autor

In seiner Eigenschaft als Romancier, Essayist, Dramatiker, Dichter und Sozialkritiker gilt James Baldwin (1924–1987) als eine der intelligentesten und provokantesten literarischen Größen der Nachkriegszeit. Seine Sachtextsammlungen, allen voran Notes of a Native Son (1955) und Hundert Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung (1963), und seine Romane, darunter Giovannis Zimmer (1956) und Eine andere Welt (1962), setzen sich mit der offensichtlichen, wenn auch unausgesprochenen Komplexität rassischer, geschlechtlicher und sozialer Unterschiede im Amerika der letzten Jahrhundertmitte auseinander. Baldwin stammte aus Harlem (New York), lebte aber hauptsächlich in Südfrankreich.

Der Fotograf

Steve Schapiro ist ein angesehener Pressefotograf, dessen Aufnahmen die Titelseiten von Vanity Fair, Time, Sports Illustrated, Life, Look, Paris Match und People zierten und in vielen Museumssammlungen zu finden sind. Er hat seine Werke in mehreren Büchern publiziert, darunter American Edge, Schapiro’s Heroes, The Godfather Family Album, Taxi Driver, Then and Now, Bowie und zuletzt Misericordia. Viele seiner ikonischen Bilder wurden für Plakate und Werbekampagnen von berühmten Hollywood-Filmen wie Asphalt Cowboy (Midnight Cowboy), Taxi Driver, So wie wir waren (The Way We Were) und Der Pate III (The Godfather Part III) verwendet.

Die Koautoren

Der Kongressabgeordnete John Lewis (* 1940) spielte eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Rassentrennung: als „Freedom Rider“, als Vorsitzender des Student Nonviolent Coordinating Committee (SNCC – studentischer Koordinationsausschuss für Gewaltlosigkeit) und als Organisator des Marsches auf Washington. Auch heute noch ist er ein prominenter Verfechter sozialer Gerechtigkeit. Er wurde unter anderem mit der Lincoln Medal, dem John F. Kennedy Profile in Courage Lifetime Achievement Award und der Spingarn Medal der NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) ausgezeichnet.

Gloria Karefa-Smart wurde als Gloria Esther Baldwin in Harlem geboren. Zusammen mit ihrem Bruder James reiste sie viel und ist Verwalterin seines literarischen Nachlasses. Sie war schon in Freetown (Sierra Leone) und auf der Upper West Side von New York zu Hause und lebt heute in Washington, D.C., als Mutter, Großmutter und 22-fache Urgroßmutter.

Marcia Davis ist Redakteurin und Autorin bei The Washington Post Magazine. Sie stammt aus St. Louis und war bereits in unterschiedlichen Positionen für The Post tätig, wo sie unter anderem die Berichterstattung über die Unruhen in Ferguson (Missouri) nach der Erschießung von Michael Brown 2014 zu koordinieren half. Weitere Stationen ihres Werdegangs waren die Minneapolis Star Tribune und eine Anstellung als leitende Redakteurin bei der Zeitschrift Emerge.

James Baldwin. The Fire Next Time, Art Edition No. 101–150, Steve Schapiro ‘Selma March’
Edition von 50 Exemplaren
Silbergelatineprint, 20,3 x 30,5 cm auf 27,9 x 35,6 cm Papier; Hardcover im Schuber, im Letterpress-Verfahren auf zwei verschiedenen Papiersorten gedruckt, mit eingeklebten Seiten, 24 x 34 cm, 272 Seiten