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Tom of Finland

Tom of Finland

Richtige Männer

Zwei Polizisten mit aus der prallen Uniform hervorquellenden Muskelpaketen haben einen gutaussehenden jungen Biker in hautengem Lederoutfit angehalten. Niemand scheint hier Ärger zu kriegen, sondern alle haben offensichtlich Spaß an der Situation. Touko Laaksonen (1920–1991), der später als Tom of Finland bekannt wurde, zeichnete schon in jungen Jahren Comics von den rauen, virilen Männern seiner finnischen Heimat. Nach einem Studium der Kunst und Werbegrafik in Helsinki war er in der Werbebranche erfolgreich, arbeitete aber nebenbei heimlich weiter an seinen zunehmend erotischen Zeichnungen hypermaskuliner Männer.

Als er 1957 einige seiner homoerotischen Bilder im amerikanischen Magazin Physique Pictorial unter dem Pseudonym Tom of Finland veröffentlichte, war die Legende geboren. In den späten 1960ern galten Toms freizügige Illustrationen bereits als Maßstab für Gay Art und seine Figuren als Vorlage für eine neue schwule Maskulinität. Seine Bilder von muskelbepackten proletarischen Kerlen in intimen Situationen subversierten das Stereotyp des femininen und intellektuellen schwulen Mannes. Tom zeichnete „richtige“ Männer, die nur an eins dachten. Für viele waren seine Illustrationen die ersten Darstellungen von homosexuellem Verlangen und Sex, die sie je gesehen hatten. TASCHENs Monografie im XXL-Format präsentiert Laaksonens Homoerotica in all ihrer schlüpfrigen Verspieltheit. Eine Buchreihe von TASCHEN legt zudem das Augenmerk auf die verschiedenen Männertypen aus dem stereotypen Arsenal schwuler Fantasien, die Toms Oeuvre bevölkern: Soldaten, Seeleute, Polizisten, Kriminelle und Arbeiter. In einer weiteren Publikation werden die Comics von Kake kompiliert, Toms wiederkehrender Lieblingsfigur.

Tom of Finlands Illustrationen haben die Sado-Maso- und Fetisch-Kultur beeinflusst und viele ikonische schwule Künstler wie Robert Mapplethorpe, Bob Mizer, George Quaintance und Etienne inspiriert. Ausstellungen in renommierten Instituten haben sein Werk, das ursprünglich als pornografisch galt, zur Kunst erhoben und in den Kontext von Gay-Liberation-Bewegung, AIDS-Krise und Queer-Politik gesetzt. Seine Bilder verwandeln das, was einst schambehaftet und sogar illegal war, in eine stolze, selbstbewusste und überwältigend positive Darstellung von Sexualität und Identität.

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