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Mark Ryden

Mark Ryden

Fantastisch und furchterregend

Der amerikanische Maler Mark Ryden verbindet Themen aus der Popkultur mit altmeisterlicher Technik und verwischt so aufs Schönste die Grenzen zwischen High und Low. Zum ersten Mal erregte Ryden in den 1990ern Aufsehen, als er das Genre „Pop-Surrealismus“ in die Malerei einführte. Seine Motivik schöpft er aus zahlreichen Quellen und verschmilzt dabei ritualisiertes Spektakel mit Konsumgütern. So entstehen Tableaus, die nur so vor historischen und zeitgenössischen kulturellen Anspielungen strotzen.

Ryden begann seine Karriere als kommerzieller Künstler mit dem Schwerpunkt auf Platten- und Buchcovern. Er studierte am Art Center College of Design in Pasadena. Sein Gemälde The Tree of Life war Bestandteil der Ausstellung „The Artist’s Museum, Los Angeles Artists 1980–2010“ im Museum of Contemporary Art in Los Angeles (MOCA) und seine Arbeiten haben zum künstlerischen Dialog beigetragen, der seit den 1980ern in Los Angeles stattfindet. Rydens Bilder wurden als „karnevaleske“ Kunst bezeichnet, die lustig wirkende Bildkompositionen mit Elementen aus Camp und Kitsch, Groteskem und Ordinärem kombinieren. Er wurde mit dem niederländischen Maler Hieronymus Bosch verglichen, dessen fantastische Bilder auch häufig von barockem Überschwang zeugen und den Betrachter mit düsteren allegorischen Botschaften in ihren Bann ziehen.

Rydens Vokabular reicht von kryptisch bis kokett, er wandelt auf einem schmalen Grat zwischen nostalgischem Klischee und verstörendem Archetyp. Seine unendlich detaillierten Oberflächen werden bevölkert von einer Menagerie aus altem Spielzeug, anatomischen Modellen, ausgestopften Tieren, Skeletten und religiösen Devotionalien. Wie ein Kuriositätenkabinett bilden seine Bilder ein Labyrinth aus Geheimnissen und Intrigen und erwecken in uns Gefühle von Nostalgie, Introspektion, Einsamkeit und Ruhe. Fleisch ist ein häufig wiederkehrendes Thema in seinem Oeuvre – ein weiteres Beispiel seiner Fähigkeit, Alltägliches in etwas Verstörendes zu verwandeln.

Die TASCHEN-Monografie Pinxit folgt thematisch Mark Rydens größten Ausstellungen –„The Meat Show, „Wondertoonel“, „The Snow Yak Show“, „The Gay 90s“, „The Tree Show“, „Bunnies and Bees“ – und enthält wichtige Essays zu seinem Werk. Das Buch ist in mehreren Ausgaben erhältlich.