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George Quaintance

George Quaintance

Maskuline Fantasiewelten

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Aktuelle Ausstellung
24. April - 28. September 2018

“The Flamboyant Life & Forbidden Art of George Quaintance”

TASCHEN Store Milan
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George Quaintance

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Der Maler George Quaintance (1902–1957) war ein Meister der Darstellung männlicher Physis und lebte offen schwul in einer Zeit, in der das Bekenntnis zur Homosexualität nicht nur riskant, sondern sogar illegal war. Seine Bilder idealisierter maskuliner Körper bildeten die Blaupause für eine Gay-Ästhetik, die die Arbeiten von Künstlern wie Tom of Finland, James Bidgood und Pierre et Gilles inspirierte. Seine Gemälde, Drucke und Zeichnungen zelebrierten Homoerotik und bewegten sich auf dem schmalen Grat zwischen Akzeptanz und Zensur.

Quaintance studierte in New York Kunst und fiel durch seine Illustrationen im Stil des Vintage-Pin-Up-Künstlers Enoch Bolles auf, die er für die erotisch angehauchten Titelbilder von Schundromanen und Zeitschriften schuf. 1951 illustrierte er das Cover der ersten Ausgabe von Physique Pictorial, herausgegeben von Bob Mizer, dem Gründer der Athletic Model Guild. Quaintances Arbeiten stellten Männer oft in Szenen aus der klassischen Antike dar, um deren Nacktheit zu rechtfertigen. Neben griechischen Göttern malte er auch die indigene Bevölkerung von Nord- und Südamerika „wie Gott sie schuf“. Zusammenkünfte von unbekleideten, muskulösen Männern ließ er ganz normal wirken, indem er sie in die ländliche Arbeitswelt einbettete: Oft zeigen seine Werke Cowboys, Stallburschen oder Hilfsarbeiter aus Lateinamerika. Diese Darstellungen des Wilden Westens aus dem Blickwinkel homoerotischen Begehrens trugen zur Etablierung des Macho-Manns als einem Prototyp der schwulen Ikonografie bei.

TASCHENs Monografie über Quaintance kompiliert seine Kunst im XXL-Format. Das Buch enthält neben sämtlichen Ölgemälden auch Fotografien und zeichnet das erstaunliche Leben des Künstlers nach. Obwohl Quaintance männliche Geschlechtsteile immer aussparen musste, haben seine fantasievollen und sinnlichen Bilder einen festen und wichtigen Platz in der Geschichte homosexueller Kunst.