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Ein Buch für alle Jahreszeiten

Marlene Taschen über die Arbeit an Die Erde und ich

Menschen neigen dazu, stets in ihrem Trott zu bleiben. Tag für Tag beschäftigen wir uns mit unseren üblichen Aufgaben und halten kaum einmal inne, um über die wahren Folgen unserer Lebensweise nachzudenken. Einer dieser seltenen Momente des Nachdenkens kam für mich, als ich seit einigen Monaten Mutter war und das Buch Gaias Rache von James Lovelock las. Voller Schutzinstinkte wurde mir plötzlich eindringlich bewusst, wie zerbrechlich unser Leben ist. Zunächst beunruhigten mich James’ Worte, aber dann – und das war viel wichtiger – ließen sie mich spüren, welche Verantwortung wir alle dafür tragen, den nächsten Generationen einen bewohnbaren Planeten zu hinterlassen. Die Anregung für dieses Buch gab James’ Idee von einem „Buch für alle Jahreszeiten“, einem Werk, das wichtige Kenntnisse über die vielschichtigen Eigenschaften unserer Erde und unserer Spezies zusammentragen sollte. Es sollte ein Nachschlagewerk sein, das in der Zukunft vielleicht denen, die das Glück (oder Unglück) haben, zu überleben, helfen könnte, sich in ihrer Umwelt zurechtzufinden und die Fehler früherer Kulturen nicht zu wiederholen. Aber auch ohne Katastrophenszenario erscheint mir James’ Vision für ein wegweisendes Buch zur wissenschaftlichen Bildung, das Grenzen zwischen Fachgebieten überwindet und sich an ein Publikum unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Kenntnisse wendet, sowohl zeitgemäß als auch wichtig.

Ausgehend von James’ ursprünglichem Konzept hat sich das Buch seither durch die Beiträge vieler herausragender Köpfe (und Hände) weiterentwickelt. Sie taten sich zusammen, um die Leser an ihren Fachkenntnissen teilhaben zu lassen und ihnen eine Reihe von Werkzeugen an die Hand zu geben, mit deren Hilfe sie über ihren Platz auf unserem Planeten nachdenken können. Dabei fällt unser Blick ebenso auf unser ständig expandierendes Universum wie auf unsere winzig kleinen, aber bedeutsamen Zellen und weiter zu den Mechanismen unseres Gehirns bis hin zur Geschichte, zu Erfindungen und Ideen, die uns zu den Mitgliedern einer Gesellschaft gemacht haben, die wir heute sind. Kapitel für Kapitel entwickelt sich Die Erde und ich zu einer umfassenden Darstellung unserer Welt und unseres Daseins – einer Darstellung, die nicht schwarz-weiß, sondern voller Facetten und Schattierungen ist und die von Ideen und Meinungen ebenso lebt wie von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie soll als Anregung für neugierige Köpfe ebenso dienen wie als Quelle neuer Sichtweisen und als Sammlung wichtiger Kenntnisse. Und sie sollte uns in die Lage versetzen, besser durchdachte Entscheidungen zu treffen.

Wir stehen heute vor komplexen, von Menschen verursachten Problemen wie Überbevölkerung und Konsum, Verlust der biologischen Vielfalt und Klimawandel; hinzu kommen unkontrollierbare Naturkatastrophen. Das alles kann leicht dazu führen, dass wir uns überfordert und hilflos fühlen. Ein wichtiger Aspekt dieses Buches ist aber auch sein Blick auf ein ausgewogenes Verhältnis von Verantwortung und Potenzial der Menschen. Wir müssen unbedingt daran denken, dass wir über die Fähigkeit verfügen, aus unseren Fehlern zu lernen und das Steuer herumzureißen, indem wir den verrückten Erfindungsreichtum des menschlichen Geistes und die damit verbundene, unglaubliche Macht mit Bedacht und Fürsorge nutzen. Wir müssen uns klarmachen, dass unsere Zukunft zwar nicht in Stein gemeißelt ist, wir aber heute ihre Grundlagen schaffen. Statt unsere Heimat, den „besten Planeten im Universum“, wie James es formuliert, weiterhin zu zerstören, sollten wir uns von der Magie der Erde und uns selbst anregen lassen und lernen, in größerer Harmonie mit allem Leben auf ihr zu leben!