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Date mit der Kunstgeschichte

Brandneue Fotografien für Vermeer: Das vollständige Werk

Gemäldegalerie Berlin, 29. Juni 2015, 13:33 Uhr
Fotograf: Volker Schneider
Gemäldegalerie Berlin, 29. Juni 2015, 13:33 Uhr
Fotograf: Volker Schneider
Es ist zweifellos ein Privileg, sich beruflich mit der Kunst befassen zu dürfen, und wir bei TASCHEN schätzen uns darüber sehr glücklich. Eine Verpflichtung ist es jedoch auch: Wir bemühen uns, allen Künstlern den Respekt und die bestmögliche Behandlung angedeihen zu lassen, die sie – und unsere Leser – verdienen, ganz gleich, ob es sich um eine Künstlerin oder einen Künstler unserer Tage handelt oder um einen alten Meister. So investieren wir viel Zeit, Mühe, ja, und auch Geld, das Werk eines Künstlers im optimalen Licht erscheinen zu lassen, und lassen Gemälde daher häufig mit modernster Technik neu fotografieren, sodass ihre Abbildung in unseren Büchern dem Original so nahe wie möglich kommt.

Im Falle von Vermeer: Das vollständige Werk ließen wir 18 von insgesamt 35 existierenden Gemälden neu ablichten, und zwar in enger Zusammenarbeit mit einigen der renommiertesten Museumssammlungen der Welt, wie dem Metropolitan Museum und der Frick Collection in New York, der National Gallery of Art in Washington, dem Koninklijk Kabinet van Schilderijen Mauritshuis in Den Haag, dem Städel Museum in Frankfurt am Main und der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden.

Das Glas Wein wurde in der Berliner Gemäldegalerie fotografiert. Nun ist ein altes Gemälde zwar kein kapriziöses Topmodel mit Allüren, aber es erwartet doch einiges an Aufmerksamkeit, und ein Fototermin mit ihm kann zu einer Nervenprobe geraten.

Schon allein das Problem der Zeitplanung: Aufgrund der umfangreichen Anforderungen, die solche Aufnahmen stellen, können sie nur stattfinden, wenn das Museum geschlossen ist. Dann muss das Werk ausgerahmt werden, was ein ganzes Team aus Kuratoren, Fotografen, Konservatoren und Sicherheitsleuten erfordert, die sicherstellen, dass das Werk jederzeit und nach allen Seiten geschützt ist. Und schließlich müssen die Fotografen selbst mit den modernsten Aufnahmetechniken arbeiten, um beispielsweise unerwünschte Spiegelungen der Krakelüre (Oberflächenrisse, die durch die Alterung der Farben entstanden sind) zu vermeiden und das Gemälde in all seiner Pracht zu erfassen.

Wenn die Fotografien fertig sind, gleicht unsere Produktionsabteilung sie noch einmal mit den Originalgemälden ab, um zu gewährleisten, dass alle Farben und Einzelheiten mit höchstmöglicher Genauigkeit wiedergegeben wurden.