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In Memoriam

Keiichi Tahara (1951–2017)

Tahara hat auf der Paris Photo im letzten Jahr sichtlich Spaß an unserem Hockney-SUMO. Der Fotograf freute sich schon sehr auf das Erscheinen seines TASCHEN-Titels Architecture Fin-de-Siècle.
Tahara hat auf der Paris Photo im letzten Jahr sichtlich Spaß an unserem Hockney-SUMO. Der Fotograf freute sich schon sehr auf das Erscheinen seines TASCHEN-Titels Architecture Fin-de-Siècle.
TASCHEN ist zutiefst bestürzt über die Nachricht vom Ableben des japanischen Fotografen Keiichi Tahara. Tahara, 1951 in Kyoto geboren, wurde neben seiner fotografischen Arbeit vor allem durch seine großformatigen Lichtskulpturen international bekannt.

Das Licht stand stets im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit. Sein Erweckungserlebnis, so Tahara, habe er auf einem Pariser Dachboden erlebt: Als junger Mann war er Anfang der 1970er-Jahre nach Frankreich gekommen, um dort für eine Theatertruppe als Bild- und Beleuchtungstechniker zu arbeiten. Der Anblick eines scharf gebündelten Lichtstrahls, der das Dämmerlicht eines staubigen Pariser Dachbodens durchschnitt, faszinierte ihn so, dass er sich künftig ganz der Fotografie verschrieb.

Seine Reihe Fenêtre (Fenster) von 1977 wurde bei den Rencontres d’Arles mit dem Preis für den besten Newcomer ausgezeichnet und brachte ihm internationale Anerkennung. Es folgten zahlreiche weitere Ehrungen und Auszeichnungen, darunter der Preis der japanischen Berufsfotografengesellschaft (1984), der Prix Nicéphore Niépce (1988), die Ernennung zum Chevalier des Arts et des Lettres (1993) und der Grand Prix de la Ville de Paris (1995).

Taharas demnächst bei TASCHEN erscheinende Monografie Architecture Fin de Siècle zeigt seine atemberaubenden Fotografien von Jugendstilgebäuden aus ganz Europa. Auf seiner Wallfahrt von Florenz über Wien bis ins schottische Helensburgh spürte er die schönsten erhaltenen Beispiele dieser architektonischen Revolution auf. Mit feinem Gespür für exquisite Lichteffekte und die traumgleiche Ausstrahlung dieser Bauwerke führt Tahara den Betrachter zurück in die Fin-de-Siècle-Stimmung ihrer Entstehungsepoche, in der die Begeisterung für den Fernen Osten, das Jenseitige und das just entdeckte Unbewusste die Vorstellungskraft der Menschen aufs Heftigste befeuerte.