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Byrne. Six Books of Euclid

Hardcover mit Begleitheft in einer Schlagkassette, 7,4 x 9,2 in., 3,59 lb, 396 Seiten
US$ 59,99
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Farben für Euklid. Ein Prachtwerk viktorianischer Buchdruckkunst

Farben für Euklid

Ein Prachtwerk viktorianischer Buchdruckkunst

Rot, Gelb, Blau – und natürlich auch Schwarz – sind jene Farben, die Oliver Byrne 1847 für die Figuren und Diagramme in seiner höchst ungewöhnlichen Euklid-Ausgabe verwendet, die von William Pickering verlegt und bei Chiswick Press gedruckt wurde und den verdutzten Leser unweigerlich an Mondrian denken lässt. Wie der Autor im Untertitel klarstellt, verfolgte er mit diesem didaktischen Kunstgriff das Ziel, seine Ausgabe von allen anderen zu unterscheiden: "Euklids Elemente, in denen farbige Diagramme und Symbole anstatt Buchstaben zur Erleichterung für die Lernenden verwendet werden". Byrne vertraut nicht allein auf die angeblich intuitiv erfassbare "logische" Struktur von Euklids Axiomen und Theoremen – wer kennt nicht die berühmten ersten Sätze von Euklids Elementen: "I. Ein Punkt ist, was keine Teile hat. II. Eine Linie ist breitenlose Länge"? –, sondern übersetzt sie in farbige Diagramme und Symbole. Dabei ist ihm stets die Situation des Klassenzimmers präsent, denn er vergleicht seine Farben mit den farbigen Kreiden für den Tafelanschrieb.

Oliver Byrne (um 1810 – um 1880) war ein irischer Autor und Bauingenieur. Über sein Leben ist kaum etwas bekannt, obwohl er eine erkleckliche Zahl von Büchern verfasste. Als Feldmesser der Königlichen Siedlungen auf den Falkland-Inseln hatte Byrne bereits mathematische und technische Schriften veröffentlicht, doch noch niemals so etwas wie diese Euklid-Ausgabe. Dieses bemerkenswerte Beispiel der viktorianischen Druckkunst gilt als eines der extravagantesten und zugleich prachtvollsten Bücher des 19. Jahrhunderts.

Jedes Theorem erscheint in Caslon kursiv, mit einer vier Zeilen hohen Initiale. Der Rest der Seite ist ein einziges Fest aus Rot, Gelb und Blau. Auf manchen Seiten sind nur Buchstaben und Zahlen in Farbe gedruckt und gleich winzigen Wildblumen auf den Seiten verstreut, was ein überaus exaktes Register der einzelnen farbigen Druckplatten erfordert. Anderswo wiederum sind Quadrate, Dreiecke und Kreise in leuchtenden Farben gedruckt – von einer Ausdruckskraft, wie man ihr erst in der Ära eines Dufy, Matisse und Derain erneut in einem Buch begegnen wird.
Der Autor

Werner Oechslin studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Mathematik, promovierte 1970 in Zürich und begann seine Lehrtätigkeit am MIT 1975. Bis zu seiner Habilitation 1980 unterrichtete er in Berlin, Genf und an der Harvard University. Von 1980–1984 lehrte er in Bonn und ist seit 1985 Professor an der ETH Zürich, wo er von 1986–2006 das Institut gta leitete. Sein Forschungsschwerpunkt bildet die Architekturtheorie und Kulturgeschichte der Architektur. Zuletzt erschien von ihm der Band Palladianismus. Andrea Palladio - Werk und Wirkung, Zürich 2008. Er ist Gründer der Bibliothek Werner Oechslin in Einsiedeln.

Byrne.
Six Books of Euclid
Hardcover mit Begleitheft in einer Schlagkassette, 7,4 x 9,2 in., 3,59 lb, 396 Seiten
Tadao Ando

Tadao Ando

„Als ich das schwarze Stoff-Cover des fünf Zentimeter dicken Buchs aufschlug, fand ich auf jeder Seite Gleichungen und geometrische Diagramme. Der Titel deutet es an: Dies ist ein seriöser Text über Mathematik. Aber für mich war er schöner als alle Kunstbücher, die sonst in dem Laden standen. Denn was ich darin fand, ist der definitive Beweis für eine kostbare menschliche Kraft, die wir 'Vernunft' nennen.“
Illustration: Robert Nippoldt
Byrne.
Six Books of Euclid
US$ 59,99
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