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de Chirico

Hardcover, 8,3 x 10,2 in., 1,22 lb, 96 Seiten
US$ 15
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Verwaiste südländische Plätze, rätselhaft-melancholische Szenerien, in denen antike Statuen, Schneiderpuppen und einsame ferne Gestalten im Licht einer fremden Sonne stehen: Die pittura metafisica macht nur einen kleinen Teil im Schaffen de Chiricos aus, doch ihre Wirkung auf die Avantgarde des 20. Jahrhunderts, auf Surrealismus, Neue Sachlichkeit oder den Magischen Realismus war immens.

Im Ungefähren

Giorgio de Chirico und die „pittura metafisica“

Mit seiner pittura metafisica („metaphysische Malerei“), einer Werkgruppe, die zwischen 1911 und 1919 entstand, schuf der in Griechenland geborene italienische Maler Giorgio de Chirico (1888–1978) völlig neuartige Bildwelten und nahm nachhaltigen Einfluss auf die europäische Avantgarde zwischen den Weltkriegen.

Einsame Gestalten auf unwirklich anmutenden italienischen Plätzen, harte Schatten, bühnenartige Stadtlandschaften aus Arkaden, Palästen, Fabrikschloten, willkürlich anmutende Ensembles aus seltsamen Gliederpuppen, Masken, antiken Statuen und Alltagsgegenständen wie Garnrollen und Gummihandschuhen, die eine beunruhigende, verstörende Stimmung erwecken: Als de Chiricos rätselhafte Bilder mit Titeln wie Das Rätsel der Stunde oder Geheimnis und Melancholie einer Straße erstmals ausgestellt und über die Veröffentlichung in Zeitschriften europaweit bekannt werden, sind sie eine Sensation. Künstler wie René Magritte, Max Ernst und André Breton glauben in de Chirico einen Geistesverwandten zu erkennen und ernennen ihn gar zum Gründungsvater der um 1920 entstehenden surrealistischen Bewegung.

Mit seiner metaphysischen Malerei hat de Chirico Kunstgeschichte geschrieben, seine schon bald folgende Hinwendung zu einem von Barock- und Renaissancemalerei beeinflussten klassischeren Stil, dem er bis zu seinem Tode treu blieb, haben ihm die Surrealisten, seine einstigen Bewunderer, nie verziehen. Aber von denen – wie von den meisten seiner Zeitgenossen – hielt der zumeist grimmige Künstler und Nietzsche-Fan, der sich auch gerne als großer Einzelgänger stilisierte, ohnehin nicht viel.
Die Autorin

Magdalena Holzhey studierte Kunstgeschichte, Italienisch und Musikwissenschaft in Berlin und Pisa. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin in Galerien und Museen, darunter die K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Sie veröffentlichte zu den Themen klassische Moderne und zeitgenössische Kunst und promovierte über Joseph Beuys. Heute ist sie Kustodin bei den Kunstmuseen Krefeld.

de Chirico
Hardcover, 8,3 x 10,2 in., 1,22 lb, 96 Seiten
ISBN 978-3-8365-4617-1
Ausgabe: Englisch
ISBN 978-3-8365-4616-4
Ausgabe: Französisch
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