Project Japan: Metabolism Talks…
Company: TASCHEN Deutschland GmbH
Date: September 29, 2011
Contact: Dr. Christine Waiblinger
Date: September 29, 2011
Contact: Dr. Christine Waiblinger
Biologische Bauwerke
Eine neue Architektur für das Nachkriegs-Japan
Nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg die Ruinen von Hiroshima, Tokio und weiteren japanischen Städten durchstreift hatten, zeigten Die Metabolisten – vier Architekten, ein Kritiker, ein Industriedesigner und ein Grafikdesigner – mit ihrem Manifest Metabolismus 1960, wie sie (unterstützt durch Japans massiven technologischen Fortschritt) biologische Systeme als Inspirationsquelle für Gebäude und ganze Städte verwenden würden, die sich verändern und den Wechselfällen des modernen Lebens anpassen könnten. Bei den Gebäuden konnten nach Bedarf einzelne Einheiten hinzugefügt oder entfernt werden, wie bei Kisho Kurokawas Capsule Tower in Tokio. Und in den zellenartigen Stadtentwürfen von Fumihiko Maki konnten ganze Gebäude nach Belieben hinzugefügt oder entfernt werden.
Projekt Japan präsentiert eine Reihe lebhafter, empathischer Gespräche voller überraschender Zusammenhänge und mit vereinzelten Konfrontationen zwischen Koolhaas und Obrist und ihren Interviewpartnern. Beleuchtet, angezweifelt und bestätigt wird die sich so entfaltende Geschichte durch Kommentare der unterschiedlichsten Vorläufer, Verbündeten, Kritiker und Nachfolger, darunter auch Toyo Ito und Charles Jencks.
Zwischen den Interviews und Kommentaren eingestreut sind Hunderte bisher nie gesehener Abbildungen: Stadtentwürfe von der Mandschurei bis Tokio, intime Momentaufnahmen der Metabolisten bei Arbeit und Spiel, Architekturmodelle, Zeitschriftenauszüge und verblüffende sciencefictionartige urbane Visionen, präsentiert in strenger Chronologie, beginnend mit der tabula rasa einer kolonisierten Mandschurei in den 1930er-Jahren über ein durch den Krieg verwüstetes Japan, die Gründung von Metabolismus 1960 auf der World Design Conference und den Aufstieg von Kisho Kurokawa zum ersten Stararchitekten bis zur Apotheose der Bewegung auf der Expo '70 in Osaka.
Koolhaas und Obrist bergen eine Geschichte, die ein neues Licht auf jene Schlüsselfragen wirft, welche die heutige Architektur ebenso schwächen wie motivieren: Berühmtheit und Seriosität, Nachhaltigkeit und Monumentalität, Globalisierung, Regierungsbeteiligung (und Rückzug) sowie die Notwendigkeit, dass die Architektur ihre traditionellen Schranken überwindet, um sich der Zukunft zu stellen.
Ausstellung:
Mori Art Museum in Tokyo, Metabolism: Urbanism and Architecture
17.09.2011 bis 15.01.2012
Die Herausgeber und Autoren:
Rem Koolhaas ist Mitbegründer des Office for Metropolitan Architecture. Vor dem Architekturstudium arbeitete er als Journalist und Drehbuchautor. Im Jahr 1978 veröffentlichte er Delirious New York, a retroactive Manifesto for Manhattan. Sein Buch S,M,L,XL aus dem Jahr 1995 fasst die Arbeit von OMA zusammen und stellt Verbindungen zwischen der zeitgenössischen Gesellschaft und Architektur her. Neben vielen anderen internationalen Auszeichnungen und Ausstellungen erhielt er den Pritzker Prize (2000) und den Praemium Imperiale (2003).
Hans Ulrich Obrist (geb. 1968) ist Kurator, Kritiker und Historiker. Er arbeitet derzeit als Co-Direktor für Ausstellungen und Programme und Direktor für Internationale Projekte an der Serpentine Gallery, London. Obrist betreibt mit The Interview Project ein umfassendes, fortlaufendes Interview-Vorhaben.
Eine neue Architektur für das Nachkriegs-Japan
Nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg die Ruinen von Hiroshima, Tokio und weiteren japanischen Städten durchstreift hatten, zeigten Die Metabolisten – vier Architekten, ein Kritiker, ein Industriedesigner und ein Grafikdesigner – mit ihrem Manifest Metabolismus 1960, wie sie (unterstützt durch Japans massiven technologischen Fortschritt) biologische Systeme als Inspirationsquelle für Gebäude und ganze Städte verwenden würden, die sich verändern und den Wechselfällen des modernen Lebens anpassen könnten. Bei den Gebäuden konnten nach Bedarf einzelne Einheiten hinzugefügt oder entfernt werden, wie bei Kisho Kurokawas Capsule Tower in Tokio. Und in den zellenartigen Stadtentwürfen von Fumihiko Maki konnten ganze Gebäude nach Belieben hinzugefügt oder entfernt werden.
Projekt Japan präsentiert eine Reihe lebhafter, empathischer Gespräche voller überraschender Zusammenhänge und mit vereinzelten Konfrontationen zwischen Koolhaas und Obrist und ihren Interviewpartnern. Beleuchtet, angezweifelt und bestätigt wird die sich so entfaltende Geschichte durch Kommentare der unterschiedlichsten Vorläufer, Verbündeten, Kritiker und Nachfolger, darunter auch Toyo Ito und Charles Jencks.
Zwischen den Interviews und Kommentaren eingestreut sind Hunderte bisher nie gesehener Abbildungen: Stadtentwürfe von der Mandschurei bis Tokio, intime Momentaufnahmen der Metabolisten bei Arbeit und Spiel, Architekturmodelle, Zeitschriftenauszüge und verblüffende sciencefictionartige urbane Visionen, präsentiert in strenger Chronologie, beginnend mit der tabula rasa einer kolonisierten Mandschurei in den 1930er-Jahren über ein durch den Krieg verwüstetes Japan, die Gründung von Metabolismus 1960 auf der World Design Conference und den Aufstieg von Kisho Kurokawa zum ersten Stararchitekten bis zur Apotheose der Bewegung auf der Expo '70 in Osaka.
Koolhaas und Obrist bergen eine Geschichte, die ein neues Licht auf jene Schlüsselfragen wirft, welche die heutige Architektur ebenso schwächen wie motivieren: Berühmtheit und Seriosität, Nachhaltigkeit und Monumentalität, Globalisierung, Regierungsbeteiligung (und Rückzug) sowie die Notwendigkeit, dass die Architektur ihre traditionellen Schranken überwindet, um sich der Zukunft zu stellen.
Ausstellung:
Mori Art Museum in Tokyo, Metabolism: Urbanism and Architecture
17.09.2011 bis 15.01.2012
Die Herausgeber und Autoren:
Rem Koolhaas ist Mitbegründer des Office for Metropolitan Architecture. Vor dem Architekturstudium arbeitete er als Journalist und Drehbuchautor. Im Jahr 1978 veröffentlichte er Delirious New York, a retroactive Manifesto for Manhattan. Sein Buch S,M,L,XL aus dem Jahr 1995 fasst die Arbeit von OMA zusammen und stellt Verbindungen zwischen der zeitgenössischen Gesellschaft und Architektur her. Neben vielen anderen internationalen Auszeichnungen und Ausstellungen erhielt er den Pritzker Prize (2000) und den Praemium Imperiale (2003).
Hans Ulrich Obrist (geb. 1968) ist Kurator, Kritiker und Historiker. Er arbeitet derzeit als Co-Direktor für Ausstellungen und Programme und Direktor für Internationale Projekte an der Serpentine Gallery, London. Obrist betreibt mit The Interview Project ein umfassendes, fortlaufendes Interview-Vorhaben.
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