Bettina Rheims, Serge Bramly, Rose, c'est Paris
Firma: TASCHEN Deutschland GmbH
Datum: 14. April 2010
Kontakt: Dr. Christine Waiblinger
Datum: 14. April 2010
Kontakt: Dr. Christine Waiblinger
Bettina Rheims, Serge Bramly, Rose, c'est Paris
Ceci n'est pas un livre, ceci n'est pas un film...
Rose, c’est Paris von Bettina Rheims und Serge Bramly ist sowohl eine fotografische Monografie als auch ein abendfüllender Film auf DVD. Dieses außergewöhnliche Kunstwerk in zwei verschiedenen ineinander greifenden und sich ergänzenden Formaten entzieht sich der vorschnellen Kategorisierung, denn die Fotografin Bettina Rheims und der Künstler Serge Bramly beschwören in diesem vielschichtigen Werk des poetischen Symbolismus die Stadt des Lichts auf eine vollkommen neue Weise: Dies ist ein Paris der surrealistischen Visionen, der Identitätsverwirrungen, der künstlerischen Phantome, der unsichtbaren Manipulationen und der Obsessionen, der Fetische und des brodelnden Begehrens.
Erotika, Modestrecke, Kunstmonografie, metaphysisches Rätsel, soziale und kulturelle Archäologie der französischen Hauptstadt und Neo-Noir-Programmfilm – Rose, c’est Paris ist all das und mehr.
In surrealistischer Umkehrung des oft nachgeahmten Pariser Fotobuchs Liebe in Saint Germain des Prés von Ed van Elsken (1954) ist dieses hypnotisierende Werk die mäandrierende Geschichte zweier Zwillingsschwestern, die nur B und R genannt werden; die dritte Akteurin ist die Stadt selbst. Als R in die gemeinsame Wohnung zurückkehrt und feststellt, dass B nach heftigem Widerstand entführt worden ist, entfaltet sich eine traumähnliche Detektivgeschichte in Schwarzweiß, die sich auf den Straßen, in den Cafés und Varietés, Lebensmittelgeschäften, Museen, stillgelegten Fabriken und Gran Hotels der Stadt Paris abspielt.
Aber noch diese spekulative Handlung verschwindet unter diversen Schichten aus Echos, Anspielungen und Reverenzen - die Künstlern wie René Magritte, Marcel Duchamp, Salvador Dalí und Man Ray erwiesen werden; der brillanten Amoral der Fantômas-Schundromane des frühen 20. Jahrhunderts und den verschiedenen mythischen Stätten und Monumenten von Paris.
Was ist der verschwundenen Schwester zugestoßen? Gibt es eine Verschwörung? Ist sie wirklich entführt worden? Ist sie am Leben oder tot? War es Mord? Selbstmord? Oder nur ein Alptraum? Oder ist sie ein Punkrocker, eine Hure, eine Varietétänzerin oder gar eine Nonne geworden? Hat sie geheiratet und ist nach Indien geflohen? Weiß R mehr, als sie vorgibt? Oder ist B vielleicht in die Identität ihrer Schwester geschlüpft – und in Wirklichkeit ist R verschwunden?
Rheims und Bramly erschaffen eine Folge außergewöhnlicher Tableaus, die all diese Möglichkeiten und noch manch andere suggerieren. Mit seinen Scharen an außergewöhnlichen Gestalten von Naomi Campbell, Michelle Yeoh, Monica Bellucci, Charlotte Rampling, Valérie Lemercier, Inès Sastre, Anna Mouglalis, Audrey Marnay, Anthony Delon, Rona Hartner, Jean-Pierre Kalfon, Azzedine Alaïa, Louise Bourgoin und Hélèna Noguerra, über Familienmitglieder, Models und Pornostars bis hin zu le pipole der Pariser Haute Volée ist Rose, c’est Paris sowohl ein köstliches optisches Vergnügen als auch ein erfrischend erotisches Werk und eine Hymne auf Paris, die alle üblichen Klischees unterläuft. Und doch bleibt das Werk unendlich geheimnisvoll, insofern es mit Genre und Narration, mit Anspielungen und Erwartungshorizonten spielt. Wie die Stadt selbst lässt es sich nie ganz auf den Begriff bringen, sondern nur immer wieder aufs Neue erfahren.
*Erhältlich in einer limitierten und nummerierten, von Bettina Rheims und Serge Bramly signierten Collector's Edition in einer Auflage von 1.500 Exemplaren im luxuriösen XL-Format. Außerdem erhältlich in zwei Art-Editionen von je 100 Exemplaren mit einem nummerierten und signierten Originalabzug.
Über die Künstler:
Serge Bramly ist Künstler, Schriftsteller und Kunstkritiker. Er arbeitet bei künstlerischen und fotografischen Projekten oft mit seiner Ex-Frau Bettina Rheims zusammen, mit der er einen Sohn namens Virgile hat. Sein Roman La Terreur dans le boudoir (1994) diente Benoît Jacquot als Vorlage für den Film Sade. Zu seinen Sachbüchern zählen Titel wie Leonardo. Discovering the Life of Leonardo da Vinci (1991), Leonardo. The Artist and the Man (1995) und Mona Lisa. The Enigma (2005). Für seinen letzten Roman Le premier principe, le second principe erhielt er 2008 den renommierten "Prix Interallié".
Angeregt von ihrer Leidenschaft für Kunst und Frauenporträts, widmet sich die französische Künstlerin Bettina Rheims seit 1978 ganz der Fotografie. In den letzten drei Jahrzehnten hat sie zahllose große Fotoserien geschaffen, die auf der ganzen Welt ausgestellt wurden. Unter ihren Buchveröffentlichungen finden sich Female Trouble (1989), Modern Lovers (1990), Chambre Close (1994), I.N.R.I. (1998), X'Mas (2000), Shanghai (2003), Heroïnes (2007) und The Book of Olga (2008 für TASCHEN). 2007 wurde ihr für ihre künstlerischen Leistungen der Légion d’Honneur verliehen.
Ceci n'est pas un livre, ceci n'est pas un film...
Rose, c’est Paris von Bettina Rheims und Serge Bramly ist sowohl eine fotografische Monografie als auch ein abendfüllender Film auf DVD. Dieses außergewöhnliche Kunstwerk in zwei verschiedenen ineinander greifenden und sich ergänzenden Formaten entzieht sich der vorschnellen Kategorisierung, denn die Fotografin Bettina Rheims und der Künstler Serge Bramly beschwören in diesem vielschichtigen Werk des poetischen Symbolismus die Stadt des Lichts auf eine vollkommen neue Weise: Dies ist ein Paris der surrealistischen Visionen, der Identitätsverwirrungen, der künstlerischen Phantome, der unsichtbaren Manipulationen und der Obsessionen, der Fetische und des brodelnden Begehrens.
Erotika, Modestrecke, Kunstmonografie, metaphysisches Rätsel, soziale und kulturelle Archäologie der französischen Hauptstadt und Neo-Noir-Programmfilm – Rose, c’est Paris ist all das und mehr.
In surrealistischer Umkehrung des oft nachgeahmten Pariser Fotobuchs Liebe in Saint Germain des Prés von Ed van Elsken (1954) ist dieses hypnotisierende Werk die mäandrierende Geschichte zweier Zwillingsschwestern, die nur B und R genannt werden; die dritte Akteurin ist die Stadt selbst. Als R in die gemeinsame Wohnung zurückkehrt und feststellt, dass B nach heftigem Widerstand entführt worden ist, entfaltet sich eine traumähnliche Detektivgeschichte in Schwarzweiß, die sich auf den Straßen, in den Cafés und Varietés, Lebensmittelgeschäften, Museen, stillgelegten Fabriken und Gran Hotels der Stadt Paris abspielt.
Aber noch diese spekulative Handlung verschwindet unter diversen Schichten aus Echos, Anspielungen und Reverenzen - die Künstlern wie René Magritte, Marcel Duchamp, Salvador Dalí und Man Ray erwiesen werden; der brillanten Amoral der Fantômas-Schundromane des frühen 20. Jahrhunderts und den verschiedenen mythischen Stätten und Monumenten von Paris.
Was ist der verschwundenen Schwester zugestoßen? Gibt es eine Verschwörung? Ist sie wirklich entführt worden? Ist sie am Leben oder tot? War es Mord? Selbstmord? Oder nur ein Alptraum? Oder ist sie ein Punkrocker, eine Hure, eine Varietétänzerin oder gar eine Nonne geworden? Hat sie geheiratet und ist nach Indien geflohen? Weiß R mehr, als sie vorgibt? Oder ist B vielleicht in die Identität ihrer Schwester geschlüpft – und in Wirklichkeit ist R verschwunden?
Rheims und Bramly erschaffen eine Folge außergewöhnlicher Tableaus, die all diese Möglichkeiten und noch manch andere suggerieren. Mit seinen Scharen an außergewöhnlichen Gestalten von Naomi Campbell, Michelle Yeoh, Monica Bellucci, Charlotte Rampling, Valérie Lemercier, Inès Sastre, Anna Mouglalis, Audrey Marnay, Anthony Delon, Rona Hartner, Jean-Pierre Kalfon, Azzedine Alaïa, Louise Bourgoin und Hélèna Noguerra, über Familienmitglieder, Models und Pornostars bis hin zu le pipole der Pariser Haute Volée ist Rose, c’est Paris sowohl ein köstliches optisches Vergnügen als auch ein erfrischend erotisches Werk und eine Hymne auf Paris, die alle üblichen Klischees unterläuft. Und doch bleibt das Werk unendlich geheimnisvoll, insofern es mit Genre und Narration, mit Anspielungen und Erwartungshorizonten spielt. Wie die Stadt selbst lässt es sich nie ganz auf den Begriff bringen, sondern nur immer wieder aufs Neue erfahren.
*Erhältlich in einer limitierten und nummerierten, von Bettina Rheims und Serge Bramly signierten Collector's Edition in einer Auflage von 1.500 Exemplaren im luxuriösen XL-Format. Außerdem erhältlich in zwei Art-Editionen von je 100 Exemplaren mit einem nummerierten und signierten Originalabzug.
Über die Künstler:
Serge Bramly ist Künstler, Schriftsteller und Kunstkritiker. Er arbeitet bei künstlerischen und fotografischen Projekten oft mit seiner Ex-Frau Bettina Rheims zusammen, mit der er einen Sohn namens Virgile hat. Sein Roman La Terreur dans le boudoir (1994) diente Benoît Jacquot als Vorlage für den Film Sade. Zu seinen Sachbüchern zählen Titel wie Leonardo. Discovering the Life of Leonardo da Vinci (1991), Leonardo. The Artist and the Man (1995) und Mona Lisa. The Enigma (2005). Für seinen letzten Roman Le premier principe, le second principe erhielt er 2008 den renommierten "Prix Interallié".
Angeregt von ihrer Leidenschaft für Kunst und Frauenporträts, widmet sich die französische Künstlerin Bettina Rheims seit 1978 ganz der Fotografie. In den letzten drei Jahrzehnten hat sie zahllose große Fotoserien geschaffen, die auf der ganzen Welt ausgestellt wurden. Unter ihren Buchveröffentlichungen finden sich Female Trouble (1989), Modern Lovers (1990), Chambre Close (1994), I.N.R.I. (1998), X'Mas (2000), Shanghai (2003), Heroïnes (2007) und The Book of Olga (2008 für TASCHEN). 2007 wurde ihr für ihre künstlerischen Leistungen der Légion d’Honneur verliehen.
Bettina Rheims/Serge Bramly. Rose, c'est Paris
Bettina Rheims, Serge Bramly
Hardcover, Booklet, DVD (138 Minuten) und weitere Objekte in einem Koffer, 11.4 x 15.9 in., 332 Seiten, $ 1,000
Hardcover, Booklet, DVD (138 Minuten) und weitere Objekte in einem Koffer, 11.4 x 15.9 in., 332 Seiten, $ 1,000
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