Das Kätzchen zeigt die Klauen
Mit den Augen eines Cougars: Liz Earls' Reise der sexuellen Selbstfindung
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Neugeboren. Von Liz Earls
Ich fuhr mit 160 Sachen auf dem Highway 5 nach LA und hörte in voller Lautstärke Beth Hart. Das Auto war voll beladen, und ich dachte an mein neues Loft, als das Telefon aufleuchtete. Ich konnte es nicht hören, da ich Kopfhörer aufhatte. Der Anruf kam von einer mir unbekannten Nummer, und am anderen Ende der Leitung erzählte mir irgendein Typ, den ich vermutlich kannte, von seinem Traum, in dem er mir stundenlang die Muschi geleckt hatte und dann mit einem Wahnsinnssteifen aufgewacht war. Ich fühlte mich geschmeichelt und hätte gern gewusst, wer er war, dachte mir aber, dass es unhöflich wäre, ihn danach zu fragen. Also sagte ich nur, dass ich nächste Woche wieder in San Francisco sei, falls er mich treffen wolle. Er wollte und versprach anzurufen. Ich legte auf und musste schallend lachen, weil das einfach großartig war. Der Umzug, die Männer – mein Leben war ein einziger Sexspielplatz geworden, und das war ganz genau das, was ich wollte. Es ist jetzt fünf Jahre her, dass ich anfing, erotische Fotos zu machen. Davor war ich zeitweise Hausfrau und Mutter, und zeitweise arbeitete ich als Personalberaterin. Und ich wog 90 kg. Eines Tages habe ich dann beschlossen, mein Leben komplett umzukrempeln. Doch bis dahin war es eine lange Geschichte.
Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war, kündigte ich meinen Job in einer Personalabteilung. Ich blieb zu Hause und legte 45 kg Gewicht zu. Verantwortlich dafür war mindestens teilweise meine unglückliche Ehe. Ich hatte einen Mann geheiratet, den ich nicht liebte, weil ich schwanger war und weil man es von mir erwartete, obwohl ich eigentlich in seinen besten Freund verliebt war.
Die Geburt war ein Kaiserschnitt, weil meine Tochter fast 6 kg wog, und ich stillte sie, bis sie 16 Monate alt war. Ich liebte es, Vollzeitmutter zu sein, aber mein Körper ging dadurch in die Breite. Während meiner zweiten Schwangerschaft wurde mir bewusst, dass ich meinem Mann nicht länger etwas vormachen konnte. Ich fühlte mich zwar unglaublich schuldig, und obwohl ich kein Geld, keinen Job und keine Wohnung hatte, musste ich ihn einfach verlassen. Als Anzahlung für eine neue Bleibe schrieb ich einen ungedeckten Scheck aus. Ich arbeitete zu Hause als Tagesmutter, setzte noch ein großes Mädchen in die Welt und begann mit einer Therapie.
Mein Therapeut schlug mir vor, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. Es war kurz vor Weihnachten, und ich hatte kein Geld für Windeln, geschweige denn für Geschenke. Es war zwar demütigend, aber ich hatte keine andere Wahl. Die Essensmarken waren ein wahrer Segen, und die kleine Summe, die man mir bewilligte, bedeutete eine große Erleichterung, obwohl ich immer mit der Miete im Rückstand und ständig vom Rausschmiss bedroht war. Um etwas Geld dazuzuverdienen, fing ich an, für eine lokale Zeitung zu fotografieren. Ich funktionierte eine Abstellkammer zur Dunkelkammer um, und die Arbeit machte mir Spaß, obwohl ich nur 20 Dollar pro abgedrucktem Motiv bekam. Ich fühlte mich wohl mit einer Kamera in Händen und bemerkte, dass die Menschen anders auf mich reagierten, wenn sie den Presseausweis und die ziemlich imposante Kamera sahen. Das war der erste Schritt zu dem neuen Leben, das ich heute führe, aber ich war damals noch Meilen vom Ziel entfernt...
Als die Kinder schließlich beide zur Schule gingen, stellte ich mich bei einer Zeitagentur vor und hatte schon gleich am nächsten Tag ein Vorstellungsgespräch für eine befristete Stelle als Assistentin in einer Personalabteilung.
Es war eine große Firma. Der Mann, der mich einstellte, teilte mir mit, dass Keith, der Chef, gerade in Urlaub sei. Nachdem ich schon eine Woche dort gearbeitet hatte, kam ein großer dünner Mann auf mich zu, der jünger war, als ich erwartet hatte. Er lächelte und sagte: "Herzlich willkommen." Das war Keith, der mich bald in seinen Bann zog, vor allem mit seinem durchdringenden Blick. Eines Tages sagte er: "Kompliment zu den Neueinstellungen. Du hast ein gutes Gespür für Leute." Obwohl ich damals noch nichts über "Doms" und "Subs" wusste, glaube ich, dass ich in diesem Augenblick sein Sub wurde. Es lag daran, wie er mich anlächelte. Ich war nicht mehr unsichtbar, wog allerdings noch 84 kg.
Kurze Zeit später war ich einmal an einem Samstag im Büro, um noch etwas fertig zu machen, als Keith mit seiner Frau reinkam. Sie sahen vollkommen unglücklich aus und erinnerten mich an meine eigene unglückliche Ehe. Ich war zu der Zeit 39 und dachte: "Ich will nicht mehr fett sein. Ich will nicht fett und 40 sein." Also meldete ich mich gleich am nächsten Tag bei einem Diätprogramm an, hielt mich streng daran und fing auch an, Sport zu treiben. Innerhalb von acht Monaten nahm ich 34 kg ab. Während dieser acht Monate arbeiteten Keith und ich eng zusammen, und es war ziemlich klar, wo das hinführen würde. Ich verwandelte mich in eine Person mit Kleidergröße 34, einen völlig anderen Menschen, und das nicht nur, weil ich Gewicht verloren hatte, sondern weil ich es jeden Morgen kaum erwarten konnte, ins Büro zu gehen. Ich verdiente 80 000 Dollar im Jahr und war dabei, mich in meinen verheirateten Chef zu verlieben. Ich wurde fast verrückt vor lauter unterdrückter Leidenschaft, wusste aber, dass ich den ersten Schritt machen musste. Irgendwann war es mir völlig egal, ob er mich feuerte oder nicht, ich konnte meine Gefühle einfach nicht mehr verbergen. Eines Nachts schickte ich ihm eine SMS: "Kann nicht schlafen. Wollen wir uns treffen?" Schon bald trafen wir uns jeden Abend nach der Arbeit und machten auf dem Firmenparkplatz rum. Dann fingen wir an, uns samstags im Büro zu treffen, wo wir unsere Körper voll bekleidet gegeneinanderrieben, uns küssten und sehr feucht wurden.
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"Liz Earls genießt den Anblick des 20-jährigen Zimmerpagen Vinny, ihrer jüngsten Eroberung, in einem Hotelzimmer in Manhattan."
