Ist das eine Banane in Deiner Tasche?
The Big Penis Book. Auszug aus der Einleitung von Dian Hanson
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Priapos/Priapus war der John Holmes unter den antiken Göttern und wurden stets mit einem stolz präsentierten, riesigen Ständer dargestellt. Abbildungen dieses Gottes krönten zur Abschreckung potenzieller Einbrecher römische Haustüren. Dieben wurde so die anale Penetration mit einem überdimensionierten Gemächt angedroht. Anfangs fand ich die Behauptung, anale Vergewaltigung wäre im antiken Rom eine übliche Bestrafung für Einbruch gewesen, wenig glaubhaft, doch in Strophe 35 der Priapeia, einer lateinischen Sammlung von 81 Gedichten, in denen Priapus sich seiner Mannespracht rühmt, droht er Dieben: „Für dein erstes Vergehen, Dieb, werde ich dich von hinten nehmen, beim zweiten Male in den Mund, doch wenn du ein drittes Mal stiehlst, wird erst dein Arsch meine Rache spüren – und dann dein Mund.“
Die Priapeia veranschaulichen, dass ein großer Penis ebenso ein Symbol für männliche Dominanz ist wie für Sex insgesamt, eine Vorstellung, die älter ist als Rom. Der Phallus gelangte zu seiner Macht, als der frühe Mensch die Verbindung zwischen Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung erkannte, irgendwann zwischen 10.000 und 5.000 vor Christus. Davor dominierten Muttergottheiten, doch als der Mann begriff, dass er der Schlüssel zur Fortpflanzung war, wurden sie durch zeigefreudige männliche Götter ersetzt. Der Phallus war dem Patriarchen Schwert und Zepter, Symbol seiner natürlichen Überlegenheit, aber auch seiner väterlichen Rolle des Beschützers. Wenn Abraham seinem ältesten Knecht im 1. Buch Mose 24,2 befiehlt, zur Bekräftigung eines Schwurs die Hand unter seine „Hüfte“ zu legen, so ist damit in Wirklichkeit der Penis gemeint, den der Mann berühren muss, um seine Lehnstreue zu beweisen. An die Tore von Pompeji geschlagene Phalli sollten den bösen Blick abwehren, so wie sie auch Heimstätten in Wales, Tempel in Indien oder Dörfer in Afrika beschützten. Phallusverehrung gab den mystischen Vorstellungen der Menschen eine handfeste physische Gestalt. Vielleicht hat sich deswegen die Phallusverehrung bis zum heutigen Tag gehalten, während Götter kamen und gingen. In Bhutan wird ein aufmerksamer Gastgeber stets einen hölzernen Penis in die Trinkschalen tauchen, bevor er Gästen ein Getränk anbietet; auf den Sunda-Inseln im Malaiischen Archipel bilden grellrot bemalte, lebensgroße Männerfiguren mit erigiertem Penis Schutzringe um die Dörfer; in Bangkok schmückt sich das Swissotel, immerhin ein Fünf-Sterne-Hotel, mit einem Schrein mit Hunderten von Phalli, und in Indien wird Shiva, eine Gottheit, der man seit über 5.000 Jahren huldigt, immer noch durch einen Penis dargestellt.
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Priapos/Priapus war der John Holmes unter den antiken Göttern und wurden stets mit einem stolz präsentierten, riesigen Ständer dargestellt. Abbildungen dieses Gottes krönten zur Abschreckung potenzieller Einbrecher römische Haustüren. Dieben wurde so die anale Penetration mit einem überdimensionierten Gemächt angedroht. Anfangs fand ich die Behauptung, anale Vergewaltigung wäre im antiken Rom eine übliche Bestrafung für Einbruch gewesen, wenig glaubhaft, doch in Strophe 35 der Priapeia, einer lateinischen Sammlung von 81 Gedichten, in denen Priapus sich seiner Mannespracht rühmt, droht er Dieben: „Für dein erstes Vergehen, Dieb, werde ich dich von hinten nehmen, beim zweiten Male in den Mund, doch wenn du ein drittes Mal stiehlst, wird erst dein Arsch meine Rache spüren – und dann dein Mund.“
Die Priapeia veranschaulichen, dass ein großer Penis ebenso ein Symbol für männliche Dominanz ist wie für Sex insgesamt, eine Vorstellung, die älter ist als Rom. Der Phallus gelangte zu seiner Macht, als der frühe Mensch die Verbindung zwischen Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung erkannte, irgendwann zwischen 10.000 und 5.000 vor Christus. Davor dominierten Muttergottheiten, doch als der Mann begriff, dass er der Schlüssel zur Fortpflanzung war, wurden sie durch zeigefreudige männliche Götter ersetzt. Der Phallus war dem Patriarchen Schwert und Zepter, Symbol seiner natürlichen Überlegenheit, aber auch seiner väterlichen Rolle des Beschützers. Wenn Abraham seinem ältesten Knecht im 1. Buch Mose 24,2 befiehlt, zur Bekräftigung eines Schwurs die Hand unter seine „Hüfte“ zu legen, so ist damit in Wirklichkeit der Penis gemeint, den der Mann berühren muss, um seine Lehnstreue zu beweisen. An die Tore von Pompeji geschlagene Phalli sollten den bösen Blick abwehren, so wie sie auch Heimstätten in Wales, Tempel in Indien oder Dörfer in Afrika beschützten. Phallusverehrung gab den mystischen Vorstellungen der Menschen eine handfeste physische Gestalt. Vielleicht hat sich deswegen die Phallusverehrung bis zum heutigen Tag gehalten, während Götter kamen und gingen. In Bhutan wird ein aufmerksamer Gastgeber stets einen hölzernen Penis in die Trinkschalen tauchen, bevor er Gästen ein Getränk anbietet; auf den Sunda-Inseln im Malaiischen Archipel bilden grellrot bemalte, lebensgroße Männerfiguren mit erigiertem Penis Schutzringe um die Dörfer; in Bangkok schmückt sich das Swissotel, immerhin ein Fünf-Sterne-Hotel, mit einem Schrein mit Hunderten von Phalli, und in Indien wird Shiva, eine Gottheit, der man seit über 5.000 Jahren huldigt, immer noch durch einen Penis dargestellt.
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