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Josef Heinrich Darchinger, Wirtschaftswunder

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit


Die Bundesrepublik und ihre Anfänge

"Darchinger, hat ein Kritiker gesagt, kann mit den Augen denken. Die in Wirtschaftswunder versammelten Fotos zeigen, dass er mit ihnen auch fühlen und sprechen kann."
—SPIEGEL.DE, Hamburg


Gerade einmal acht Jahre nach der Kapitulation von Nazi-Deutschland begann der Fotograf Josef Heinrich Darchinger mit seiner fotografischen Reise durch den Westen des geteilten Deutschland. Die Bomben des Zweiten Weltkrieges hatten die deutschen Großstädte in Schuttwüsten verwandelt, Zeichen des Untergangs einer Zivilisation finden sich in seinen Bildern aber kaum. Dabei hat der Fotograf nichts unterschlagen, er hat lediglich dokumentiert, was er sah. Während dieser Zeit warb ein New Yorker Reisebüro mit der letzten Möglichkeit, die wenigen verbliebenen Trümmer besichtigen zu können. In Farbe und Schwarz-Weiß werfen Darchingers Bilder den Blick auf ein Land im Wiederaufbaufieber.

So rasant war der wirtschaftliche Aufschwung, dass alle Welt vom "Wirtschaftswunder" sprach. Im Kontrast dazu wirken die Menschen, die es vollbrachten, nüchtern, bescheiden, pflichtbewusst und fleißig - aber zunehmend auch wie Fremde in der Welt, die sie schufen. Die Fotografien zeigen ein Land im Widerspruch zwischen technischem Fortschritt und kultureller Restauration, zwischen Überfluss und Elend, zwischen "deutscher Gemütlichkeit" und ständiger Bedrohung durch den Kalten Krieg. Sie zeigen die Gewinner und Verlierer des "Wirtschaftswunders", Menschen aller sozialen Schichten, privat, im Beruf, in der kärglich bemessenen Freizeit und beim Konsum. Sie zeigen aber auch ein Land, das im Rückblick wie ein Kinofilm aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts erscheint. Über seine Farbfotografien schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung, sie seien "seltene Zeitdokumente, die zeigen, wie schnell in den grauen Alltag wieder Farbe zurückkehrte."

* Diese unlimitierte Ausgabe ist für Leser gedacht, die kein Exemplar der originalen limitierten Collector's Edition erwerben konnten. *


Über die Herausgeberin/den Herausgeber:
Frank Darchinger, geboren 1949 in Bonn, studierte Anglistik und Germanistik. Ab 1977 arbeitete er als Fotojournalist. Im Bestreben, das Werk seines Vaters aufzuarbeiten und dem Publikum zugänglich zu machen, wurde die Gestaltung und Organisation von Fotoausstellungen und Bildbänden zu einem seiner Schwerpunkte. Heute arbeitet er als freier Fotograf in Bonn.

Über die Fotografin/den Fotografen:
Josef Heinrich Darchinger arbeitete ab 1952 als selbständiger Fotojournalist. Seit Mitte der 1960er Jahre erschienen Darchingers Bilder regelmäßig in namhaften deutschen Printmedien. 30 Jahre lang prägte Darchinger als Bonner Fotograf für den Spiegel und Die Zeit deren Bundesberichterstattung. Darüber hinaus entstanden Ausstellungen und Bildbände – etwa über Helmut Schmidt, Willy Brandt, Richard von Weizsäcker und über Heinrich Böll. Darchinger erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter den renommierten Erich-Salomon- Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

Über die Autorin/den Autor:
Klaus Honnef ist Honorarprofessor für Fototheorie an der Kunsthochschule Kassel. Er war Mitorganisator der  documenta 5 und der documenta 6 in Kassel und hat mehr als 500 Ausstellungen weltweit kuratiert. Er hat zahlreiche Bücher verfasst, darunter bei TASCHEN Kunst der Gegenwart (1988), Andy Warhol (1989), und Pop Art (2004).
Bibliographische Daten
Josef Heinrich Darchinger, Wirtschaftswunder

Josef Heinrich Darchinger, Wirtschaftswunder

Darchinger, Frank (ED)
Honnef, Klaus
Hardcover, 31 x 25.7 cm (12.2 x 10.1 in.), 288 Seiten, $ 39.99
ISBN: 978-3-8365-0019-7
Mehrsprachige Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch
Verfügbarkeit: Auf Lager
  • Rezensionen (29 Pos.)toggle
"Qui aurait parié un pfennig sur un livre au titre aussi imprononçable que Wirtschaftswunder? De surcroît signé par un inconnu, Josef Heinrich Darchinger? Pourtant, cet album sur l'Allemagne des années 1952 à 1967 est un chef d'œuvre. Rarement émotion et Histoire se seront fondues aussi harmonieusement. Photographe pour Der Spiegel et Die Zeit, Darchinger a inlassablement arpenté la R.F.A. entre décombres et prospérité, des ruines du Reichstag aux immeubles proprets du fameux "miracle économique". On a le sentiment de découvrir un pays irréel, avec des enfants des rues et Doisneau - si ce n'est qu'ils sont blonds et portent des culottes de cuir.... - et des pavillons kitsch avec Volkswagen ripolinée dans l'allée. Sans doute Darchinger a-t-il voulu rompre inconsciemment avec l'emphase et les grands angles de l'esthétique nazie au profit des couleurs acidulées de ces petites villes. Il n'a pas oublié pour autant la grande Histoire, capturant le visage marmoréen d'Adenauer ou Willy Brandt en smoking. Un véritable miracle photographique."
Lire, Paris, Frankreich
  • Presserezensionen (45 Pos.)toggle
Josef Heinrich Darchinger
Foto Video, Tschechische Republik, 01. Juni 2008
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Josef Heinrich Darchinger, Wirtschaftswunder
Josef Heinrich Darchinger, Wirtschaftswunder
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