Jean Renoir
Die Spielregel
"Kunst ist kein Beruf, es ist die Art, wie man einen Beruf ausübt. Es ist überhaupt die Art und Weise, in der man gleich welche menschliche Tätigkeit ausübt. Dichtkunst ist die Kunst, Gedichte zu machen. Liebeskunst ist die Kunst, Liebe zu machen." —Jean Renoir
Jean Renoir (1894-1979) war, wie sein Vater Auguste, ein Virtuose auf seinem Gebiet. Er gelangt durch seine Freundschaft zu Alberto Cavalcanti 1924 zum noch stummen Film und schreibt für Ein freudloses Leben nicht nur das Drehbuch, sondern steckt auch viel Geld in die Produktion, um seiner jungen Frau zu schauspielerischem Ruhm zu verhelfen. Es folgen zahlreiche Stummfilme, in denen Renoir Regie führt und 1934 begründet er, lange vor den Italienern, mit Toni das neorealistische Kino. Wirklichkeit und Poesie, Phantasie und tägliches Leben sind die Zutaten seiner Filme. 1935 entsteht nach dem Drehbuch von Jacques Prévert Das Verbrechen des Monsieur Lange, von François Truffaut später als spontanster und schönster Film Renoirs bezeichnet. Eine Landpartie (1936) und Das Frühstück im Grünen (1959) sind "Gedichte über Landschaft und Menschen" und stehen im Gegensatz zu seinem wohl berühmtesten Film Die große Illusion (1937) und Die Spielregel (1939). Während des Zweiten Weltkriegs emigriert Renoir in die USA, wo Filme wie Dies ist mein Land (1943) und Tagebuch einer Kammerzofe (1946) entstehen. In Indien dreht er 1950 Der Strom und in Italien 1952 Die goldene Karosse mit Anna Magnani - Renoirs erste Farbfilme. 1955 folgt French Can Can und 1959 sein brillantes Alterswerk Das Testament des Dr. Cordelier. Seine Autobiografie übrigens widmete Jean Renoir den Regisseuren der Nouvelle Vague.
Jean Renoir (1894-1979) war, wie sein Vater Auguste, ein Virtuose auf seinem Gebiet. Er gelangt durch seine Freundschaft zu Alberto Cavalcanti 1924 zum noch stummen Film und schreibt für Ein freudloses Leben nicht nur das Drehbuch, sondern steckt auch viel Geld in die Produktion, um seiner jungen Frau zu schauspielerischem Ruhm zu verhelfen. Es folgen zahlreiche Stummfilme, in denen Renoir Regie führt und 1934 begründet er, lange vor den Italienern, mit Toni das neorealistische Kino. Wirklichkeit und Poesie, Phantasie und tägliches Leben sind die Zutaten seiner Filme. 1935 entsteht nach dem Drehbuch von Jacques Prévert Das Verbrechen des Monsieur Lange, von François Truffaut später als spontanster und schönster Film Renoirs bezeichnet. Eine Landpartie (1936) und Das Frühstück im Grünen (1959) sind "Gedichte über Landschaft und Menschen" und stehen im Gegensatz zu seinem wohl berühmtesten Film Die große Illusion (1937) und Die Spielregel (1939). Während des Zweiten Weltkriegs emigriert Renoir in die USA, wo Filme wie Dies ist mein Land (1943) und Tagebuch einer Kammerzofe (1946) entstehen. In Indien dreht er 1950 Der Strom und in Italien 1952 Die goldene Karosse mit Anna Magnani - Renoirs erste Farbfilme. 1955 folgt French Can Can und 1959 sein brillantes Alterswerk Das Testament des Dr. Cordelier. Seine Autobiografie übrigens widmete Jean Renoir den Regisseuren der Nouvelle Vague.
Der Autor:
Christopher Faulkner ist Professor für Filmwissenschaft an der Carleton University in Ottawa, Kanada, und Direktor des dortigen Instituts für Vergleichende Literatur-, Kunst- und Kulturwissenschaften. Seine Forschungsarbeit konzentriert sich auf Jean Renoir, das französische Kino sowie filmtheoretische Fragestellungen. Er ist u. a. Autor der Studie The Social Cinema of Jean Renoir und hat, gemeinsam mit Olivier Curchod, La Règle du Jeu: scénario original de Jean Renoir herausgegeben, außerdem verfasste er zahlreiche Aufsätze zu Renoir und anderen Themen des französischen Kinos.
Der Herausgeber:
Paul Duncan hat mehr als 50 Filmbücher für TASCHEN herausgegeben, darunter das preisgekrönte The Ingmar Bergman Archives, und als Autor für die Filmreihe Alfred Hitchcock und Stanley Kubrick verfasst.

