Ein gedrucktes Museum außergewöhnlicher Schätze
Angewandte Künste des Mittelalters und der Renaissance
Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Kunstwerke und Geräthschaften des Mittelalters und der Renaissance (1852–63) erscheinen, können die Käufer ein kleines gedrucktes Museum außergewöhnlicher Schätze ihr eigen nennen.
Mit 216 handkolorierten Kupferstichen gibt die Publikation einen umfassenden Überblick über die angewandten Künste in Europa vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. Präsentiert werden Möbel, Metallarbeiten, Schmuck, Tapisserien und Werke der Buchbinderkunst. Sorgfältig ausgewählte Meisterwerke wie der vergoldete Corvinus-Pokal, ein emailliertes Salzgefäß und mittelalterliche Elfenbeinkämme werden gezeigt, aber auch ein heute verlorenes Prunkschwert.
Der Herausgeber Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck (1811-1903) war zunächst Leiter des Königlichen Kabinetts der Kupferstiche und Zeichnungen zu München und später Direktor des Bayerischen Nationalmuseums. Mit seiner Arbeit förderte er die Entstehung neuer Museen für Kunst und Kunsthandwerk – ganz am Anfang stand das 1852 gegründete South Kensington Museum in London (das heutige Victoria and Albert Museum) –, in denen Künstler die erlesenen Meisterwerke vergangener Epochen studieren konnten.
Wenngleich der Mitherausgeber Becker (1794-1859) mehrere Künstler beauftragt hatte, für die Kunstwerke und Geräthschaften Zeichnungen nach den historischen Originalen anzufertigen, geht aus den Tafelsignaturen hervor, dass die meisten Illustrationen von der Hand des Zeichners und Radierers Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck stammen, der somit als der Hauptzeichner dieses Werks angesehen werden kann. Da Becker bereits vor Vollendung des Projekts gestorben ist, war die prägende Gestalt zweifellos Hefner-Alteneck. Vor seiner Zusammenarbeit mit Becker hatte Hefner-Alteneck bereits Trachten des christlichen Mittelalters veröffentlicht.
Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck und Carl Becker bringen mit Ihrer Veröffentlichung das wiedererwachte Interesse des 19. Jahrhunderts an der Kunst des Mittelalters und der Renaissance zum Ausdruck. Indem sie Meisterwerke aus öffentlichen und privaten Sammlungen auswählen und detailgetreu im Bild festhalten, erschaffen sie ein künstlerisch anspruchsvolles Dokument, das auch heute verlorene Werke überliefert.
TASCHEN macht mit der kommentierten Neuausgabe eine bedeutende Publikation wieder zugänglich und eröffnet einen Blick in die Schatzkammern des Mittelalters und der Renaissance.
Der vollständiger Nachdruck der 216 prächtigen, handkolorierten Kupferstiche entstand nach dem Original aus dem Besitz Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart.
Mit 216 handkolorierten Kupferstichen gibt die Publikation einen umfassenden Überblick über die angewandten Künste in Europa vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. Präsentiert werden Möbel, Metallarbeiten, Schmuck, Tapisserien und Werke der Buchbinderkunst. Sorgfältig ausgewählte Meisterwerke wie der vergoldete Corvinus-Pokal, ein emailliertes Salzgefäß und mittelalterliche Elfenbeinkämme werden gezeigt, aber auch ein heute verlorenes Prunkschwert.
Der Herausgeber Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck (1811-1903) war zunächst Leiter des Königlichen Kabinetts der Kupferstiche und Zeichnungen zu München und später Direktor des Bayerischen Nationalmuseums. Mit seiner Arbeit förderte er die Entstehung neuer Museen für Kunst und Kunsthandwerk – ganz am Anfang stand das 1852 gegründete South Kensington Museum in London (das heutige Victoria and Albert Museum) –, in denen Künstler die erlesenen Meisterwerke vergangener Epochen studieren konnten.
Wenngleich der Mitherausgeber Becker (1794-1859) mehrere Künstler beauftragt hatte, für die Kunstwerke und Geräthschaften Zeichnungen nach den historischen Originalen anzufertigen, geht aus den Tafelsignaturen hervor, dass die meisten Illustrationen von der Hand des Zeichners und Radierers Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck stammen, der somit als der Hauptzeichner dieses Werks angesehen werden kann. Da Becker bereits vor Vollendung des Projekts gestorben ist, war die prägende Gestalt zweifellos Hefner-Alteneck. Vor seiner Zusammenarbeit mit Becker hatte Hefner-Alteneck bereits Trachten des christlichen Mittelalters veröffentlicht.
Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck und Carl Becker bringen mit Ihrer Veröffentlichung das wiedererwachte Interesse des 19. Jahrhunderts an der Kunst des Mittelalters und der Renaissance zum Ausdruck. Indem sie Meisterwerke aus öffentlichen und privaten Sammlungen auswählen und detailgetreu im Bild festhalten, erschaffen sie ein künstlerisch anspruchsvolles Dokument, das auch heute verlorene Werke überliefert.
TASCHEN macht mit der kommentierten Neuausgabe eine bedeutende Publikation wieder zugänglich und eröffnet einen Blick in die Schatzkammern des Mittelalters und der Renaissance.
Der vollständiger Nachdruck der 216 prächtigen, handkolorierten Kupferstiche entstand nach dem Original aus dem Besitz Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart.
Der Autor:
Carsten-Peter Warncke, geboren 1947 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Literaturwissenschaft in Wien, Heidelberg und Hamburg. Er lehrt als Professor für Kunstgeschichte an der Universität Göttingen. Bei TASCHEN erschienen von ihm bereits De Stijl und Théâtre d'Amour sowie eine umfassende Monografie zu Pablo Picasso.
Carsten-Peter Warncke, geboren 1947 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Literaturwissenschaft in Wien, Heidelberg und Hamburg. Er lehrt als Professor für Kunstgeschichte an der Universität Göttingen. Bei TASCHEN erschienen von ihm bereits De Stijl und Théâtre d'Amour sowie eine umfassende Monografie zu Pablo Picasso.

