Balthus
Realist des Unwirklichen
Der französisch-deutsche Maler Graf Balthasar Klossowski de Rola (1908-2001), bekannt unter dem Namen Balthus, schockierte 1934, zu einer Zeit, da man Surrealismus und Abstraktion erwartete, das Pariser Kunstpublikum mit seinen verträumten, sinnlichen, neo-klassischen Porträts junger Mädchen. Dem Provokateur Balthus schlug oft Verachtung entgegen, das außergewöhnliche Talent des Künstlers jedoch wurde sehr geschätzt. Als Entgegnung auf die Kritik an seinem realistischen Stil stellte Balthus einmal fest: "Realität ist nicht das, was man zu sehen glaubt. Man kann ein Realist des Unwirklichen sein und ein figurativer Maler des Unsichtbaren." Seine erotischen, poetischen Gemälde zählen auch heute noch zu den besten figurativen Werken der Moderne.
Über die Reihe:
Jedes Buch der TASCHEN Kleine Reihe - Kunst enthält:
- eine ausführliche chronologische Zusammenfassung von Leben und Werk des Künstlers, die dessen kulturelle und historische Bedeutung würdigt
- rund 100 Farbabbildungen mit erläuternden Bildunterschriften
- eine prägnant verfasste Biographie
Über die Autorin/den Autor:
Gilles Néret (1933-2005) war Kunsthistoriker, Journalist, Schriftsteller und Ausstellungskritiker. Er organisierte mehrere Kunst-Retrospektiven in Japan, gründete das SEIBU Museum und die Galerie Wildenstein in Tokio. Er leitete Kunstzeitschriften wie L'Œil und Connaissance des Arts und erhielt für seine Publikationen 1981 den Prix Elie Faure. Néret war Herausgeber von TASCHENs Monet und Velázquez und Autor von Dalí – The Paintings, Matisse sowie Erotica Universalis.














