De Lempicka
Tamara de Lempicka und die Wandlung der Auffassungen von Weiblichkeit und Männlichkeit
Als "Göttin des Automobilzeitalters" stand Tamara de Lempicka (1898-1980) im Mittelpunkt einer anspruchsvollen Kunstszene im Paris der Zwanziger und Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Ihre Leidenschaft für schöne Frauen, elegante Automobile und die moderne Metropole lieferten ihr nicht nur die Motive für ihre Bilder, auch ihr künstlerischer Stil wurde dadurch beeinflusst.
Parallel zu ihrer Karriere als Künstlerin, war Tamara de Lempicka Vorbild für ein im Kino propagiertes neues Lebensgefühl, das die moderne, selbstbewusste Frau präsentierte und die Wandlung der Auffassungen von Weiblichkeit und Männlichkeit widerspiegelte. Ähnliche Empfindungen für einen frischen Stil fanden in einem futuristischen Kult der Geschwindigkeit, in den Bauhaus-Entwürfen für Wohnmöbel und im Dandytum eines George Brummell ihren Ausdruck. In ihrem berühmtesten Bild, "Selbstporträt oder Tamara im grünen Bugatti", stellt sich die Künstlerin als weiblicher, kühle Eleganz ausstrahlender Dandy dar.
Ob als Art-Déco-Künstlerin, Post-Kubistin oder als Neo-Klassizistin, Tamara de Lempicka traf den Geschmack eines kosmopolitischen (und wohlhabenden) Publikums, das sich in ihren Werken wiedererkannte.
Über die Reihe:
Jedes Buch der TASCHEN Kleine Reihe - Kunst enthält:
- eine ausführliche chronologische Zusammenfassung von Leben und Werk des Künstlers, die dessen kulturelle und historische Bedeutung würdigt
- rund 100 Farbabbildungen mit erläuternden Bildunterschriften
- eine prägnant verfasste Biographie
Über die Autorin/den Autor:
Gilles Néret (1933-2005) war Kunsthistoriker, Journalist, Schriftsteller und Ausstellungskritiker. Er organisierte mehrere Kunst-Retrospektiven in Japan, gründete das SEIBU Museum und die Galerie Wildenstein in Tokio. Er leitete Kunstzeitschriften wie L'Œil und Connaissance des Arts und erhielt für seine Publikationen 1981 den Prix Elie Faure. Néret war Herausgeber von TASCHENs Monet und Velázquez und Autor von Dalí – The Paintings, Matisse sowie Erotica Universalis.














