Arcimboldo
Gemälde voller Anspielungen auf Götter und Göttinnen des Altertums
Giuseppe Arcimboldo (1527-1593) begann seine künstlerische Karriere in den Werkstätten für Glasmalerei am Mailänder Dom. Er entwarf Glasfenster, die Szenen aus dem Leben der Heiligen zeigten. Schon bald wurden die Herrschenden des 16. Jahrhunderts auf dieses Talent aufmerksam. Arcimboldo ging an den kaiserlichen Hof Ferdinand I., Maximilian II. und Rudolf II. in Prag, wo er auch die Bildfolge der "Vier Jahreszeiten" schuf. In Arcimboldos allegorischen Gemälden erscheint der Frühling als vollständig aus Blumen zusammengesetzter junger Mann, der Sommer als eine Komposition von Früchten, der Herbst als Kopf aus Trauben und der Winter als von Efeu umschlungener knorriger alter Mann.
Arcimboldo blieb den allegorischen Grundsätzen, die die künstlerische und philosophische Weltsicht des 16. Jahrhunderts prägten, treu. Seine Bilder sind nicht nur voller Anspielungen auf Götter und Göttinnen des Altertums, sie widerspiegeln vor allem den höfischen Kosmos der Kunstkabinette und "Wunderkammern", in denen zahllose exotische und seltsame Objekte aufbewahrt wurden. Mit dem Niedergang dieser allegorischen Weltsicht, der sich im Übergang der Epochen von Renaissance und Manierismus vollzog, geriet auch Arcimboldo in Vergessenheit. Erst die Künstler der Moderne entdeckten ihn wieder.
Über die Reihe:
Jedes Buch der TASCHEN Kleine Reihe - Kunst enthält:
- eine ausführliche chronologische Zusammenfassung von Leben und Werk des Künstlers, die dessen kulturelle und historische Bedeutung würdigt
- rund 100 Farbabbildungen mit erläuternden Bildunterschriften
- eine prägnant verfasste Biographie














