His Painting spells TRBL

Die sprechende Malerei des US-Künstlers Christopher Wool

Scheinbar simpel, von täuschender Direktheit: Christopher Wools Werk ist very New York. Bei allen Bezügen zu Pop Art und Abstraktem Expressionismus geht er doch über beide Genres hinaus, demontiert sie geradezu. Wools Arbeiten wirken unmittelbar auf den Betrachter. Wie viele Künstler seiner Generation stellt er die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Malerei, doch einfache Antworten gibt er keine. „The harder you look the harder you look“ steht auf einem seiner Word Paintings – nur ein Beispiel dafür, wie er das Offensichtliche feststellt und uns gleichzeitig dazu bringt, genauer über das nachzudenken, was offensichtlich scheint.

Bekannt wurde Wool Mitte der 1980er Jahre mit Allover-Gemälden, für die er Farbwalzen benutzte, mit denen sonst Tapetenmuster auf Wänden nachgeahmt werden. Ab 1988 verlegte er sich auf Word Paintings mit trockenem Witz („Trbl“, „Riot“, „Sell the House, Sell the Car, Sell the Kids“), während er die Möglichkeiten des Pattern Painting weiter auslotete. Ab den 1990er Jahren wurden seine Arbeiten immer malerischer. Erst ging er von gefundenen Printmotiven und eigenen Frühwerken aus, die er mittels Siebdruck auf die Leinwand brachte, bevor er sie übermalte; später begann er, mäandernde Linien per Farbpistole aufzusprühen und die schwarze Farbe danach teilweise wieder auszuwischen.

Herausgeber Hans Werner Holzwarth hat mit Christopher Wool bereits an mehreren Katalogen gearbeitet. Sein TASCHEN-Band dokumentiert Wools bisheriges Werk nicht nur in großformatigen Reproduktionen, sondern auch mit einer Reihe Arbeits-Polaroids vom Künstler selbst. Essays und Analysen von Glenn O’Brien, Jim Lewis, Ann Goldstein, Anne Pontégnie, Richard Hell und Eric Banks machen die Monografie zur definitiven Gesamtschau von Wools künstlerischem Weg bis heute.

Nach der Limited Edition nun auch als erschwingliche TASCHEN-Standardausgabe!
Texte von:
Eric Banks war leitender Herausgeber von Artforum und ist nun als Autor tätig. 

Ann Goldstein ist Direktorin des Stedelijk-Museums in Amsterdam und war früher Leitende Kuratorin am Museum of Contemporary Art in Los Angeles.

Richard Hell, Schriftsteller und Musiker, ist Autor der Romane Go Now und Godlike und des Sammelbandes Hot and Cold. Seine Memoiren I dreamed I was a very clean Tramp werden 2013 veröffentlicht.

Jim Lewis ist Autor von drei Romanen - zuletzt The King is dead - und zahlreichen Essays über visuelle Kunst.

Glenn O'Brien ist ein Schriftsteller aus New York. Er ist der Autor von How to be a Man, Human nature (dub version) und Soap Box.

Anne Pontégnie ist eine freie Kuratorin und Kunstautorin aus Brüssel.

Der Herausgeber:
Hans Werner Holzwarth ist Buchdesigner und Herausgeber in Berlin, zahlreiche Veröffentlichungen vor allem im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Fotografie. Für TASCHEN hat er u. a. die Titel Jeff Koons, Christopher Wool, Albert Oehlen, Neo Rauch und Ai Weiwei herausgegeben.
Christopher Wool (Jumbo)

Christopher Wool

Hans Werner Holzwarth
Hardcover, 9.8 x 13.1 in., 424 Seiten
$ 69.99

Online derzeit nicht verfügbar
  • Rezensionen
"Here, images, essays and analyses add up to a definitive study."
— The American, London, Großbritannien
  • See also
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Christopher Wool
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Sold out! Christopher Wool, Art Edition
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